Unser Kurzfilm: „GELIEBTER SAM“

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Am 05. und 06. November 2016 war es wieder soweit: Falk Steinborn vom Verein Queerblick war wieder bei uns in Magdeburg und hat einen weiteren Kurzfilmworkshop durchgeführt. Nachdem Falk nach einer kurzen Vorstellungsrunde uns kennen gelernt hatte, ging es direkt in die direkte Planung unseres Kurzfilmes. Da die meisten Filme von Jugendgruppen bei Queerblick eher bedrückender sind, siehe z.B. unseren Kurzfilm „Du Schwuchtel“ aus dem Jahre 2013, wollten wir einen Film machen, der auch ein schönes positives Ende hat. Also kamen wir auf die Lovestory rund um David (Johannes Adam) und Sam (Noah Hutchins). Diese Idee bauten wir dann den ganzen restlichen Tag aus und planten alles, was zu einem Film dazu gehört: Mögliche Drehorte, das Drehbuch, Dialoge, weitere Rollen, usw. Am gleichen Abend gab uns Falk noch eine Einführung, wie man die Technik richtig bedient.

Am zweiten Tag stiegen wir dann in den praktischen Teil des Filmmachens ein. Früh am Morgen drehten wir die Szenen von David beim Schreiben, die Streitszene sowie die Kussszene zwischen David und Sam auf dem Bett in der Wohnung von Robert. Nach dem wir diese Innenszenen im Kasten hatten, machten wir uns auf ans Elbufer unter die Hubbrücke und drehten die Szene auf der Schaukel. Anders als in der Wohnung von Robert, die ja ein Abgeschlossener Raum ist, kamen natürlich Personen am Set vorbei, die Fragen hatten, was wir drehten, aber auch dafür sorgten, dass wir manche Einstellungen mehrfach drehen mussten. Als wir nun die eine Szene aus 3 Blickwickeln gefühlt 1000-mal abgedreht hatten, wechselten wir ans andere Elbufer an die Elbterrassen. Dort drehten wir im Regen, der gut in die Stimmung passte, die Szene, in der Sam den Brief von David liest und David von hinten an Sam heran tritt. Wie man feststellt haben wir die Szenen nicht chronologisch abgedreht. Nach den Einstellungen am Ufer ging es zurück ins Warme, und zwar ins Regenbogencafé. Dort angekommen räumten wir uns das Café so um, dass wir das perfekte Set für unsere Kennenlernszene in unserem Jugendtreff hatten. Nach dem diese abgedreht war, drehten wir noch die Kaufszene vor dem Café in einer Hofeinfahrt mit dem Käufer (Maximilian Pech) und dem homophoben Bruder (Gabriel Rücker) und nahmen die Off-Stimme von David auf. Nach all diesen Szenen waren wir nun fertig mit dem Drehen des Filmes und Falk gab uns noch einen kurzen Einblick in den Schnitt des Videomaterials. Den Workshop beendeten wir mit einem gemeinsamen Abendessen in unserem Café.

Das Ergebnis dieser zwei sehr produktiven Tage könnt ihr euch nun selber anschauen. In der Folgezeit zwischen Dreh des Filmes und Fertigstellung sind wir von COME IN auf die Idee gekommen, Extras zum Film alleine zu produzieren. Durch diese Arbeit ist unser Nebenprojekt GOQUEER.TV entstanden, das sich nun auch nach dem Film weiter mit dem Produzieren von Inhalten für unseren YouTube-Channel beschäftigt.