GOQUEER REVIEW – Siebzehn

05. Februar 2018     Dominic

Inhalt

Paula ist heimlich in ihre Klassenkameradin Charlotte verliebt. Diese ist jedoch mit Michael liiert und scheint im ersten Moment kein Interesse an Paula zu haben. Daraufhin lässt sich Paula auf ihren Klassenkameraden Tim ein. Tim hegt jedoch echte Gefühle für Paula, die ihn eigentlich nur als Ablenkung sieht. Schon bald wird ihr klar, dass das nicht funktioniert und möchte Charlotte wieder näherkommen. Auf einer Party kommen sich Charlotte und Paula endlich näher, sodass es fast zum Kuss kommt. Auch Charlotte wird nun bewusst, dass sie mehr für Paula empfindet. Somit trennt sie sich von Michael. Doch währenddessen verführt Lilli, eine Klassenkameradin, Paula. Die beiden verbringen eine Nacht zusammen. Aber schon bald ist ersichtlich, dass Lilli nur mit den Gefühlen von Paula spielt und erzählt in der Schule herum, dass die zwei eine intime Nacht hatten. Charlotte bekommt dies mit und ist verletzt. So entwickelt sich ein Konflikt/Streit zwischen Paula und Charlotte, indem sich die beiden das erste Mal gestehen wie sie füreinander fühlen. Auf einer Party stellt Paula Lilli zur Rede und ertränkt sie fast in einem See.

 

Pro/Kontra

Die Regisseurin, Monja Art, zeigt eine ganz neue Sichtweise auf das Thema Homosexualität. Für jede Figur im Film ist es selbstverständlich, dass zwei Frauen oder zwei Männer zusammen sein können. Somit lässt der Film hoffentlich in die baldige Zukunft blicken. Mit vielen eingestreuten Grafiken wie Social-Media Beiträgen oder Chat-Nachrichten bekommt der Film eine moderne Fassade. Auch Gedankensequenzen, die die gewünschte Situation der Protagonisten zeigen verdeutlichen und untermalen die Handlung. Ein moderner und positiver Film im Hinblick auf das Thema Homosexualität. Der Film endet mit einem offenen Schluss. Der Zuschauer weiß nicht, ob die beiden nun zusammen sind oder ihre eigenen Wege gehen. Dies ist ziemlich schade, da man den Eindruck hat, dass der Film eigentlich noch gar nicht zu Ende ist bzw. die ganzen geschehenen Handlungen zu keinem wirklichen Ergebnis führen. Ebenso wird der Konflikt zwischen den zwei Protagonisten ziemlich extrem dargestellt, obwohl die beiden sich vorher nie gesagt haben, was sie füreinander fühlen. Eine Szene, in der dies vor dem klarer wird wäre als Vorbasis für den Konflikt besser gewesen.

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